Allergologie

Allergologie: Allergie-Diagnostik und Allergie-Behandlung

Die Allergologie beschäftigt sich mit der Abklärung und Behandlung von Allergien. Im hautärztlichen Fachgebiet handelt es sich hierbei in der Regel um das allergische Kontaktekzem oder die allergische Rhinitis (Heuschnupfen). Zur allergologischen Diagnostik bedarf es einer besonderen Erfahrung. Diese konnte ich in den allergologischen Abteilungen/Stationen der Hautkliniken München und Marburg erwerben. Ebenso bin ich Allergologin und habe die Zusatzbezeichnung Allergologie der Bayerischen Landesärztekammer erworben.

Allergisches Kontaktekzem

Die Allergologie beschäftig sich zum einen mit Allergien, die auf der Haut auftreten und Hautausschläge verursachen. Hierzu gehört das allergische Kontaktekzem. Es tritt auf, nachdem sich der Betroffene zuvor mit einer allergieauslösenden Substanz sensibilisiert hat, d. h. empfindlich für diese Substanz geworden ist. Bei einem weiteren Kontakt mit dieser Substanz entsteht dann einige Tage später auf der Haut ein Hautausschlag. Dieser verschwindet wieder, wenn die auslösende Substanz gemieden wird. Die Sensibilisierung bleibt jedoch bestehen, d. h. der Betroffene muss den allergieauslösenden Stoff künftig meiden, um nicht erneut einen Hautausschlag hervorzurufen.

Epikutan-Test

Um festzustellen, ob eine Kontaktallergie vorliegt,wird neben einer ausführlichen Befragung (Anamnese) ein Epikutan-Test durchgeführt.  Bei diesem Test wird das Allergen mittels eines speziellen Pflasters mit Testkammern auf den Rücken geklebt und verbleibt dort für 48 Stunden. Danach wird das Pflaster abgenommen und der Test abgelesen. Eine weitere Ablesung erfolgt nach 72 Stunden. Dies bedeutet, dass drei Arzttermine für einen Epikutantest erforderlich sind. Die Auswertung des Epiktan-Tests ist nicht ganz einfach. Deshalb ist viel allergologische Erfahrung beim auswertenden Arzt erforderlich.

 

Voraussetzungen für den Epikutan-Test

Etwaige Ekzeme müssen vor der Testung mindestens zwei bis acht Wochen abgeheilt sein. Der Rücken sollte mehr als eine Woche lang nicht mit Kortisoncremes behandelt worden sein. Bei Immunsuppression ist ein Epikutantest nicht aussagekräftig.  Im Sommer ist ein Epikutan-Test oft nur schwer durchführbar, da bei höheren Außentemperaturen der Körper leichter schwitzt. Dadurch haften die Pflaster mit den Testsubstanzen nicht. Auf vorgebräunter Haut sollte ebenfalls kein Epikutantest durchgeführt werden.

Heuschnupfen

Weiterhin beschäftigt sie die Allergologie in der Dermatologie auch mit den allergischen Erkrankungen der Atemwege und der Augen. Hierzu zählt der Heuschnupfen (Rhinokonjunctivitis allergica).  Der Heuschnupfen ist eine allergische Entzündung der Schleimhaut des Auges und der Nase, manchmal auch vergesellschaftet mit einem allergischen Asthma. Ursache der Entzündung ist eine allergische Überempfindlichkeit gegenüber Allergenen aus der Luft (Inhalationsallergenen), wie zum Beispiel Baum- oder Gräserpollen, Schimmelpilzsporen und Hausstaubmilben. Allergiker können gegenüber einem Allergen oder auch mehreren sensibilisiert (empfindlich) sein. Bei ca. 50 – 75 % der Betroffenen besteht neben der Rhinokonjunktivitis noch ein orales Allergiesyndrom, auch pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie genannt. Wenige Minuten nach oder während des Verzehrs von rohen Obst- oder Gemüsesorten treten örtliche Schwellungen mit Juckreiz in der Mundhöhle auf. Bei Birken-, Erlen- und Haselpollen sind Kreuzreaktionen mit beispielsweise Äpfeln, Haselnüssen, Pfirsichen, Kirschen, Kiwi, Karotten, Sellerie und Sojaeiweiß möglich. Bei Beifußpollenallergiekern können Kreuzreaktionen mit Sellerie und veschiedenen Gewürzen, wie Anis, Dill, Kümmel, Petersilie, Kamille, Paprika, Pfeffer und Senf auftreten. Es müssen nicht immer alle Kreuzreaktionen vorhanden sein, oft reagieren Betroffene, z. B. Birkenpollenallergiker nur auf  ein Kreuzallergen.

Pricktest

Um festzustellen, ob eine Sensibilisierung gegenüber bestimmten Aeroallergenen (Pollen, Gräser, Pilze, Hausstaubmilben) vorliegt, kann entweder ein Pricktest oder eine Blutuntersuchung auf spezifisches IgE durchgeführt werden. Ein Pricktest sollte bei akuten Allergiebeschwerden, Hautkrankheiten, Infektionskrankheiten, schweren Herz-Kreislauf-Krankheiten und unzureichend kontrolliertem Asthma sowie bei der Anwendung von ß-Blockern, Glukokortikosteroiden (innerlich und äußerlich) sowie bestimmten Neuroleptika und Antidepressiva unterbleiben.

Die Blutuntersuchung auf allergenspezifisches IgE im Serum ist in jedem Fall möglich.

Die Symptome des Heuschnupfens können mit Antihistaminika und entsprechenden Augentropfen und anti-entzündlichen Nasensprays behandelt werden. Um dauerhaft Beschwerdefreiheit zu erlangen, kann eine allergenspezifische Immuntherapie durchgeführt werden. Bei dieser Behandlung wird dem Betroffenen das Allergen zugeführt, um eine Gewöhnung (Toleranz) zu erzeugen. Man unterscheidet eine sublinguale von einer subkutanen Behandlung. Bei der sublingualen Behandlung nimmt der Patient das entsprechende Allergen selbst einmal täglich auf. Die sublinguale Immuntherapie ist insbesondere bei Gräser- und Baumpollenallergie sowie bei Hausstaubmilbenallergie möglich.

Bei der subkutanen Immuntherapie wird das Allergen dem Patienten vom Arzt mittels Injektion („Spritze“ in die Unterhaut verabreicht. Anfangs werden sehr niedrige Konzentrationen gegeben, die wöchentlich gesteigert werden, bis eine sogenannte Erhaltungsdosis erreicht ist. Danach erfolgen Injektionen in größeren Abständen (bis zu 8 Wochen). Es gibt auch Therapieschemata, bei denen jährlich nur vier „Allergiespritzen“ notwendig sind.

Studien ergaben, dass eine allergenspezifische Immuntherapie vor neuen Allergien (Neusensibilisierungen) schützen kann. Weiterhin weiß man, dass die allergenspezifische Immuntherapie das Risiko einer Entwicklung eines allergischen Asthmas vermindern kann.

Sollten Sie an einer Beratung und Untersuchung Ihrer Allergien in unserer Privatpraxis interessiert sein, bitten wir um Terminvereinbarung telefonisch (0 89/15 88 88 78), online oder per e-mail (Kontaktfomular).